Selbsthilfegruppe

Endlich wieder SHG

Liebe Hörgeschädigte und für dieses Thema Interessierte, wie auch Betroffene,

Endlich, nach langer coronabedingter Zeitrufen wir unsere alte Selbsthilfegruppe (SHG) ins Leben!
Wir starten am 6.5.2022 und dann treffen uns dann wieder monatlich, jeden ersten Freitag im Monat, jeweils in der Zeit von 18-20h!
Wo?
In den Räumen unseres Kooperationspartners LAGS Selbsthilfe, an der Waller Heerstr. 55. Bitte bei LAGS klingeln, notfalls mehrmals 😉 Danke!

Bitte teilt dies im möglichst großen Umkreis mit!
Wir, die SHG Sprecher*innen, freuen uns/sich sehr auf Euch/Sie!

Bis dann?

Mit herzlichen Grüßen!
Renate Horning, Petra Hoya, Renate Domröß, Kerstin Dziarnowski, Angela Herrmann und Patrick Hennings

HBB e.V.

Pressemitteilung/Terminankündigung: Informationsnachmittag „Keine Angst vor Hörgeräten“

Ein Hörverlust passiert oft schleichend und unbemerkt, deshalb brauchen Menschen mit einer Hörminderung im Schnitt 10 Jahre, bis sie sich um ein Hörgerät bemühen. 10 Jahre, in denen das Gehirn verlernt, die fehlenden Klänge zu verarbeiten. Je länger man wartet, desto schwieriger wird die Anpassung. Selbstbetroffene haben hierzu viele Tipps und Tricks anzubieten. Zahlreiche Studien zeigen es deutlich: optimale Hörgeräte und weitere Kommunikationsmittel steigern die Lebensqualität.

Darum laden wir Betroffene und Interessierte sehr herzlich ein zu einem Informationsnachmittag mit Renate Horning aus dem Vorstand des Vereins der Hörgeschädigten Bremen/Bremerhaven e.V. im Teilhabetreff Bremen-Nord für Dienstag, den 2. August 2022, 16.00 bis 17.30 Uhr in der Bürgermeister-Wittgenstein-Str. 2, 28757 Bremen-Vegesack. Die Zahl der Teilnehmer:innen ist leider begrenzt. Wir bitten daher um Anmeldung unter 0421 704409 oder per Email an info(at)lags-bremen(dot)de

Der Teilhabetreff Bremen-Nord ist ein gemeinsames Projekt des Blinden- und Sehbehindertenvereins Bremen e.V., der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen und SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen. Das Projekt will durch besondere Beratungs- und Begegnungsangebote die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen im Bremer Norden verbessern.

HBB e.V.

Unser erfolgreicher, aber noch kleiner, Verein

Liebe Freundinnen und Freunde für uns lautsprachorientierte Hörgeschädigte in Bremen und Bremerhaven!

Immer wieder denke ich darüber nach, obwohl ich nicht gern Bittsteller bin!
Nein, es geht nicht um Spenden für unseren kleinen und erfolgreichen Verein, sondern, ich wünsche mir sehr, sehen zu können , dass unsere bisherigen und zukünftigen Arbeiten mehr Wertschätzung bekommen.
Trotz unserer bisherigen Erfolge, die wir vor allem seit der Vereinsgründung erfahren konnten, müssen wir erkennen, dass die erforderliche Aufmerksamkeit und Unterstützung für die nötigen Barrierefreiheiten, ob Hörgeräteversorgung, im öffentlichen Leben, in der Arbeit, Rente, Bildung, etc. noch bei weitem nicht ausreichend ist!
Es gibt also nach wie vor verdammt viel zu tun!

Im Vorstand überlegen wir deshalb, was wir machen müssen/könnten, um mehr Aufmerksamtkeit und Wertschätzung zu bekommen.
Wir sind davon überzeugt, dass die stärkste Unterstützung für unseren Verein, auch für unsere Selbsthilfegruppe, ist, wenn wir relativ viele Mitgliederinnen und Mitglieder vertreten könnten.
Natürlich haben grundsätzlich wenige Menschen Zeit für aktive Vereinsarbeiten, jedoch, auch passive Mitgliedschaften könnten sehr helfen!
Ist das für Sie/Euch nachvollziehbar?

Sollte die Höhe des Mitgliedbeitrages ein Hindernis sein, wir haben im Vorstand hierzu Lösungsmöglichkeiten überlegt. Im internationalen Vergleich sind die Migliedschaftsgebühren in Deutschland ohnehin überdurchschnittlich, weshalb wir über andere Gebühren nachdenken.
Gibt es noch ein Thema, unser Flyer wird gerade überarbeitet, was Ihnen/Euch am Herzen liegt und wir bisher noch nicht bearbeiten und wir noch unbedingt mit aufnehmen/verfolgen sollten?

Euer/Ihr Patrick

Ukraine

Mitteilung des Deutschen Behindertenrates

Newsletter des Deutschen Behindertenrates 03/2022

 Ukraine und Hilfsabfrage

Liebe Leserinnen und Leser,

seit nun mehr als einem Monat herrscht Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Die Bilder aus den Kriegsregionen sind kaum zu ertragen und machen uns fassungslos.

Als DBR haben wir mit Nachdruck gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit appelliert, auch Menschen mit Behinderungen in der Ukraine nicht zurückzulassen, sondern ihnen die dringend notwendigen Hilfen zukommen zu lassen und Evakuierungen zu ermöglichen. Denn für viele Menschen mit Behinderungen sind Fluchtoptionen enorm eingeschränkt, wenn nicht gar unmöglich. 

Längst spüren wir auch hier in Deutschland die Auswirkungen der Gräueltaten des von Putin geführten Angriffskrieges. Millionen Menschen sind auf der Flucht, hunderttausende suchen Schutz und Zuflucht in Deutschland. Auch hier braucht es das Engagement und die Hilfe vieler, gerade auch mit Blick auf geflüchtete Menschen mit Behinderungen. Die vom DBR unterstützte Internetseite www.hilfsabfrage.de ermöglicht es, vorhandene Unterstützungsangebote für Ukrainerinnen und Ukrainer mit Behinderungen öffentlich zu machen und Hilfen zu vernetzen. Wir rufen alle Leserinnen und Leser auf, sich entsprechend der eigenen Möglichkeiten einzubringen und zu helfen. Stellen wir uns weiterhin gemeinsam solidarisch an die Seite aller Ukrainerinnen und Ukrainer. Das Leiden der Menschen, der Menschen mit Behinderung, muss schnellstmöglich gestoppt werden.

Herzliche Grüße

Ihr Fabian Müller-Zetzsche

Koordinator des DBR-Arbeitsausschusses

HBB e.V.

Neue Besetzung im Vorstand

Lieber Mitgliederinnen und Mitglieder
liebe Gäste!

Vorab möchten Euch/Ihnen mitteilen, dass auf der MV am 6.11.2021 Frau Angela Herrmann zur Schatzmeisterin, als Nachfolgerin für Herrn Axel Rosenberg, gewählt wurde. Als Nachfolgerin für Frau Angela Herrmann wurde Frau Kerstin Dzjarnowski gewählt.

Die nächste MV soll noch im Frühjahr 2022 statt finden, wo dann der gesamte Vorstand neu gewählt wird.
Alles weitere im Protokoll, das zeitnah veröffentlicht wird.

Mit herzlichen Grüßen
Patrick Hennings

DSB e.V., Politik

Kurzbericht zum SHT am 24.9.2021 im BZ Vahr

Zusammenfassung der SHT des DSB e.V. in Bremen, 2021

Vorab, herzlichen DANK ALLEN, die an den Selbsthilfetagen des Deutscher Schwerhörigenbund e.V. in Bremen teilnahmen, mithalfen und HERZlichen Dank an Aktion Mensch und den Ausstellern!

Ausstellung:

Am 24.09.2021 fand der wichtige Fachtag im Bürgerzentrum Vahr e.V. statt, wo sich unsere Aussteller sich in den Räumen vor dem Saal des BZ Vahr e.V. präsentieren konnten, einschließlich des Hörmobils, das sich vor dem Haupteingang zum BZ Vahr e.V. stand und Interessierte Hörtests machen konnten.

Unter Berücksichtigung der Hygieneauflagen konnten Gäste die Ausstellung im Bürgerzentrum besuchen und sich über neueste und wichtige technische Entwicklungen und Angebote informieren, wie auch über weitere wichtige Vereine und Beratungsstellen!

Wir denken, dass hier ein gutes und umfangreiches Angebot gemacht wurde, so dass Betroffene und Interessierte sich umfassend informieren konnten! Zumindest bekamen wir nur gutes Feedback hierzu!

Vorträge:

Um 9:30h wurde dann das Vortragsprogramm im Saal durch unseren Landesbehindertenbeauftragten für Bremen, Dr. Arne Frankenstein, den Bremer Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte (der leider kurzfristig absagen musste und dafür eine schöne und motivierende Videobotschaft machte) und dem Präsidenten für den Deutscher Schwerhörigenbund e.V., Herrn Dr. Matthias Müller, eröffnet!

Themen der Vorträge waren Bildung und Gesundheit, mit jeweils anschliessenden Podiumsdiskussionen! 

Die Vorträge und Podiumsdiskussionen waren lange und intensiv vorbereitet worden, um eine best mögliche Qualität zu erreichen und die möglichst aktuelle Situation für Hörgeschädigte zumindest kurz und möglichst klar zu präsentieren! Für Hörgeschädigte ist nur eine optimale Bildungstruktur wichtig, sondern auch die ausreichende Kenntnis über den aktuellen technischen Stand der Hörgeräte, deren Hilfsmittel und die rechtliche Situation!

Bildung:
Frau U. Witte, Schulleiterin Elbschule in Hamburg, Frau S. Kolbe und Herr Th. Hohenhinnebusch, Schulleiter Markusallee Bremen, stellten ihre Schulen vor. Danach präsentierte Frau Prof. A. Leonhardt von der LMU, München, neueste Studien zur Frage, warum Kinder mit Hörschädigung, die zuerst in einer Regelschule waren, zur Förderschule wechseln.

Die anschließende Podiumsdiskussion wurde genutzt, um den anwesenden Politikerinnen und Politikern, Frau Y. Averwerser (CDU), Frau B. Bergmann (FDP), Frau G. Bredehorst (SPD), Herrn Ch. Hupke (B90/Grüne) und Frau M. Strunge (Die Linke) die Möglichkeit zu Fragen an die Schulen und Frau Prof. A. Leonhardt zu ermöglichen. Auch unseren anwesenden Gästen wurden Fragen per Zettel ermöglicht und gesammelt.

Natürlich war es nicht möglich alle Fragen zu stellen und zu beantworten, jedoch kann zumindest zusammengefasst werden, dass die bisherige Inklusionspolitik für lautsprachorientierte Kinder mit Hörgeschädigte in Bremen unzureichend ist.

Grob zusammengefasst, zur Frage, warum in Bremen rund 50% der Kinder mit Hörschädigung erst zur Regelschule, dann doch zur Förderschule wechseln:
– keine Frühforderungsangebote für Kinder mit Hörschädigung
– In Regelschulen erhebliches Mobbing mit der Folge überschnittlicher Depression und es gibt keine speziellen psychotherapeutische Angebote
– Für Kinder mit Hörschädigung unzureichende Schulräume und zu große Klassenstärke, unzureichende Akustik
– Nutzen Kinder FM-Anlagen, fühlen sich diese noch mehr ausgegrenzt
– Nicht ausreichende Sonderpädagogik für lautsprachorientierte Kinder, es wird fortlaufend vergessen, wie wichtig die Artikulation ist, wie auch, dass man sich beim Sprechen ausreichend ansehen muss.

Weiterbildungsmöglichkeiten:
– Es fehlt in Bremen, für die Kinder in der Schule Markusallee, ein zur Elbschule vergleichbares Angebot zum Abitur. In Hamburg haben Kinder mit Hörschädigung die Möglichkeit nach Abschluss der mittleren Reife zur Stadtteilschule Hamburg Mitte zu wechseln. Diese Schule ist eine Schwerpunktschule für Kinder mit Hörschädigung, wo es auch diese erforderlichen Räume gibt. Für die Kinder mit Hörschädigung in Bremen gibt es nur die Möglichkeit, entweder, die besuchen eine Regelschule in Bremen, um das Abitur zu schaffen oder die wechseln zu dieser Stadtteilschule nach Hamburg. Es gibt sonst noch Möglichkeiten in Schleswig, Essen, Leipzig, München, etc..
– Ausreichende Berufsausbildungsmöglichkeiten gibt es in Bremen auch nicht, so dass auch hier Kinder mit Hörschädigung in eine andere Stadt umziehen müssen, sollten diese weiterhin auf besondere Unterstützung angewiesen sein.
– Die UNI Bremen kann ebenfalls keine ausreichende Barrierefreiheit bieten. 

Forschung:
Seit Jahren versucht die UNI Bremen eine zu München und Leipzig vergleichbare Fakultät aufzubauen, wo es einen großen Mangel an ausreichend kompetenten Lehrkräften gibt, wie auch umfassender dahingehend geforscht werden muss, in wie weit z.B. das Erlernen der Sprache, des Sprechens, z.B. auch über die Musik, für das Lernen des Hörens von großer Bedeutung ist.
In Hamburg gibt es zwar eine ähnliche Fakultät, die sich jedoch nur auf die Gebärdensprache beschränkt, so dass die wissenschaftliche Sprachförderung insbesondere für Menschen mit Hörschädigung nicht mit zu Leipzig und München zu vergleichen ist.

Gesundheit (Hörgeräte und Pflege):
Frau B. Richter, Akustikzentrum Lübeck, machte mit dem Titel „Besser Hören, besser verstehen“ einen Fachvortrag zur Frage, wie Hörgeräte optimal eingestellt werden können. Herr Dr. D. Oetting gab uns dann mit dem Motto „Die Zukunft ist breitbandig und beidohrig“ spannende Einblicke über technische Innovationen und klärte uns darüber auf, was der wesentliche Unterschied zwischen „Lautstärke“ und „Lautheit“ ist. Unter anderem, warum bei Hörtests scheinbar nicht sichtbare Frequenzkurven zwischen alten und neuen Geräten doch noch sichtbar gemacht werden können und dass diese Sichtbarkeit gravierend für das  dann deutlich bessere „Sprachverständnis“ ist. 

Die auch hier anschließende Podiumsdiskussion wurde genutzt, um den anwesenden Politikerinnen und Politikern, Herrn Dr. M. Buhlert (FDP und Beirat Barmer), Frau S. Grönert (CDU), Frau B. Pfeiffer (SPD) und Herrn Th. Pörschke (B90/Grüne) auch hier die Möglichkeit zu geben, Fragen an unsere Fachleute stellen zu können. Herr Dr. H. Seidler stand hier für alle fachliche Fragen zur Verfügung und konnte die Fachvorträge mit Antworten unterstützen und erweitern, so mehr Verständnis oder zumindest mehr Aufmerksamkeit zum wichtigen Unterschied zwischen Lautstärke und Lautheit erreicht werden konnte.

Die Fragen aus dem Publikum wurden auch hier alle eingesammelt und zusammengefasst! Es gab noch bestimmte wichtige Fragen, deren Beantwortung jedoch den zeitlichen Rahmen gesprengt hätte, wie die Frage, warum die so hilfreiche und wichtige T-Spule-Funktion im Hörgerät nicht mehr in der Kassenleistung enthalten ist.

Patrick Hennings gab dann noch weitere Informationen zum Problem der Zeit zwischen der Antragstellung bei der Krankenkasse und Ende des Antrags-/Klagverfahrens, dass in der Zeit man als Betroffener bzw. als Kläger entweder solange auf bessere/neue Hörgeräte verzichten oder warten muss, oder man geht in die Vorleistung bzw. man nimmt einen Kredit auf, was jedoch für viele Betroffene oft nicht möglich ist! So dass hier eine erhebliche Diskrimierung vorliegt, über die in der Politik überhaupt nicht gesprochen wird!

Grob zusammengefasst, zur Frage, warum lehnen Krankenkassen so oft Anträge auf bessere Hörgeräte ab, wenn mehr Sprachverständnis bzw. bessere „Lautheit“ erreicht werden kann?
– Krankenkassen lehnen Hörgeräte ab, weil es bei Hörtests keinen sichtbaren Unterschied zwischen alten und neuen Geräten gäbe.- Die für viele Hörgeschädigte sehr wichtige T-Spule ist keine Kassenleistung mehr, obwohl unverzichtbar! Die T-Spule kann mit einem Kopfhörer qualitativ nicht verglichen werden!
– Warum gibt es noch immer, auch wenn es Präsenzfälle in anderen Bundesländern gibt, im Bundesland Bremen bisher nur negative Urteile? Es gibt in Bremen noch immer kein Urteil, wo die Kassenleistung für ein Gerät im Sinne ausreichender Lautheit übernommen werden muss.
– Beim Antragsteller darf kein Unterschied gemacht werden, ob man die beantragten Hörgeräte für die Arbeit oder nur als Rentner/in braucht.
– Es muss eine Lösung geben, um die Wartezeit zu überbrücken. Denn wenn man neue/bessere Hörgeräte braucht, dann sofort und nicht irgendwann. In nur sehr wenigen Fällen gibt es Akustiker, die sich für die Zwischenzeit auf die Kostenbegleichung der Hörgeräte gedulden, was natürlich nicht geht, wenn die „Zwischenzeit“ länger dauert.
– Gibt es eine neue strukturelle Möglichkeit zur deutlich besseren Hörgeräteversorgung wie z.B. in Schweden, wo erforderliche und ausreichende Hörgeräte nicht gekauft, sondern geliehen werden? In den Niederlanden werden z.B. Rollstühle 5 Jahre lang verliehen.
– Warum wurde der Zyklus beim Anspruch auf neue Hörgeräte von 5 Jahren auf 6 Jahre verlängert, wo die Zyklen wichtiger technischer Neuigkeiten, Verbesserungen sich immer mehr verkürzen wie bei den Smartphones. Was also auch hier eine deutliche Verschlechterung der Hörgeräteversorgung bedeutet.
– Solange Kassengeräte nicht ausreichen und man sich bessere Geräte nicht leisten kann, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich größer, dass betroffene Kinder sich für den Weg der Gebärdensprache entscheiden könnten, also die Gebärdensprache nicht mehr nur zur Unterstützung in der Kommunikation nehmen, sondern diese dann als primäre Sprache wollen.
Ist es das politische Ziel, aus wirtschaftlichen Gründen, sich mit der Alternative der Gebärdensprache begnügen zu wollen? Es gibt den starken Eindruck, wenn man sieht, wie wenig Aufklärung es in der Politik um die Bedürfnisse der lautsprachorientierten Menschen gibt, wo es deutlich mehr Empathie für die Gebärdensprache zu geben scheint!
– Das Artikulationsvermögen in unserer allgemeinen Gesellschaft scheint immer mehr abzunehmen, was so dann eine zunehmende Verschlechterung der akustischen und visuellen Kommunikation bedeutet. D.h. einerseits gibt es zwar wichtige technische Verbesserungen, dennoch geben/können andererseits Menschen nicht mehr so gut von den „Lippen“ absehen“, mangels ausreichender Artikulation, so dass die Hörgeräte nochmals verbessert werden müssten.
Insbesondere ältere Menschen, die sich oft mit technischen Neuigkeiten deutlich schwerer tun mit der Gewöhnung, werden so noch mehr isoliert (es ist eben sehr anstrengend und es setzt ausreichende mentale Belastbarkeit voraus). Und gerade ältere Menschen haben nicht mehr die Option doch noch die Gebärdensprache lernen zu können. Die Gebärdensprache lernt man nicht nur nebenbei und ist eine sehr anspruchsvolle Sprache.

Präsentation des DSB-Leitfadens für Pflegekräfte
Nach vielen Jahren Arbeit wurde der Leitfaden von den Projektleiterinnen Antje Baukhage und Gudrun Brendel kurz präsentiert. Es wurde verdeutlicht, warum dieser Leitfaden so wichtig ist, nämlich die Pflegekräfte müssen zusätzlich für die Kommunikation mit Hörgeschädigten ausgebildet werden, denn insbesondere unter den älteren Menschen, die in einem Pflegeheim leben, gibt es besonders viele Hörgeschädigte. Zu diesem Leitfaden kam es eben, weil es eben eine viel zu große Unzufriedenheit unter den Menschen gibt, die sich im Pflegedienst befinden!
Der DSB e.V. versucht schon seit vielen Jahren auf dieses große Problem hinzuweisen. Frau R. Welter, fast lebenslanges Mitglied des DSB Präsidiums, ergänzte das Problem, dass der DSB e.V. kein ausreichendes politisches Mitspracherecht hat!
Hier muss eine strukturelle Lösung her, um eben die nötige maximal mögliche Aufklärung unter den Menschen mit Hörschädigung und Lautsprachorientierung zu erreichen!

Aufträge, Hauptaufgaben für unseren Bremer HBB e.V. für den Bereich:

Bildung
– Vertiefte Mitarbeit mit dem Bremer Teilhaberat über den Bremer Landesbehindertenbeaufragten
– Zusammenarbeit mit und Unterstützung der bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Bremer Bürgerschaftsfraktionen. (Anmerkung: in der Bildungspolitik liegt die hauptsächliche Verantwortung bei den Landesregierungen)
– Zusammenarbeit mit der Bremer UNI mit dem Ziel der Einrichtung einer für „Hörschädigung und Sprachförderung“ speziellen Fakultät

Gesundheit
– Vertiefte Mitarbeit beim Bremer Teilhaberat über den Bremer Landesbehindertenbeaufragten zur Verbesserung der Kommunikation und weitergehendem Barriereabbau!
– Nochmals auf Buten und Binnen und Rundfunkrat zugehen und fordern, dass endlich auch die Regionalnachrichten 19:30h endlich untertitelt werden! Dieser Sender, ist der letzte, der noch immer keine UT anbietet.
– Aufbau Netzwerk mit kompetenten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten

SCHLUSSWORT

Es war eine phantastische

TEAMLEISTUNG!